Kategorie: Bürokratie

Führungszeugnis beantragen – so einfach geht es

Das Führungszeugnis oder in Österreich auch Strafregisterbescheinigung genannt, gibt Aufschluss über die bereits registrierten Straftaten einer Person.

Doch was genau ist das Führungszeugnis und wie kann man es in Bonn beantragen?

Was ist das Führungszeugnis?

Es gibt drei verschiedene Arten von Führungszeugnissen:

1. Polizeiliches Führungszeugnis für private Zwecke

2. Behördliches Führungszeugnis, nötig für den Gewerbeschein

3. Erweitertes Führungszeugnis zum Kinder- und Jugendschutz

Das polizeiliche Führungszeugnis für private Zwecke

Dies ist das am häufigsten verwendete Führungszeugnis. Dieses kann jeder Bewohner Deutschlands ab dem 14 Lebensjahr im Einwohnermeldeamt seines Wohnortes beantragen. Zum Beispiel kann man sein polizeiliches Führungszeugnis in Bonn beantragen, sollte man in Bonn wohnen. Dies Führungszeugnis wird zum Beispiel benötigt, um einen neuen Job anzutreten. Dabei ist die Ausstellung nicht kostenlos und dauert bis zu zwei Wochen. Hier sollten Sie also im Voraus denken und ihr Zeugnis rechtzeitig beantragen. Dieses wird per Post zu Ihnen nach Hause gesendet.

Sollten Sie bereits eine Strafe auf dem Kerbholz haben, kann das nicht zum Todesurteil bei ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber werden. Nicht alle Vergehen werden in das amtliche Dokument aufgenommen. Jugendstrafen, welche nicht länger als zwei Jahre und außerdem zur Bewährung ausgesetzt sind, erscheinen nicht in ihrem persönlichen Führungszeugnis. Es gibt weitere Delikte, welche nicht in ihrem Führungszeugnis auftauchen. Hier sollten Sie sich am besten bei ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt erkundigen.

2. Behördliches Führungszeugnis

Anders als das Führungszeugnis für private Zwecke, hält das Behördliche mehr Informationen bereit. Wer eine Gaststätte betreiben oder ein Gewerbe eröffnen möchte, benötigt unter Umständen ebenfalls ein Führungszeugnis. In der behördlichen Version werden nicht nur private Dinge aufgefasst, sondern auch Entscheidungen von anderen Behörden. Hierzu gehört zum Beispiel der Besitz eines Waffenscheins oder auch der Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt, falls diese richterlich angeordnet war. Anders als das private Führungszeugnis, müssen Sie bei der Behörde vorstellig werden und dort das Zeugnis abholen.

3. Erweitertes Führungszeugnis zum Kinder- und Jugendschutz

Der Schutz von Heranwachsenden liegt dem deutschen Staat besonders am Herzen. Hier wird also genau hingeschaut. Gerade wenn es um die Erwerbstätigkeit geht, um zum Beispiel einen Job im Sportverein oder auch in der Schule übernehmen möchte benötigt ein sogenanntes erweitertes Führungszeugnis. Dieses wird ebenfalls bei ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt beantragt. Nach der erfolgreiche Beantragung sollte das Dokument nach ungefähr zwei Wochen in ihrem Briefkasten liegen.…