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Aufarbeitung, Intervention und Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
Seit Januar 2010 sind Vorwürfe sexuellen Missbrauchs oder sexueller Übergriffe gegen Kinder und
Jugendliche am Aloisiuskolleg bekannt geworden. Die bisher bekannten Vorwürfe erstrecken sich auf die Zeit der
50er Jahre bis zum Jahr 2005 und richten sich gegen mehrere Mitglieder des Jesuitenordens und einige Mitarbeiter
des Aloisiuskollegs.
Das Aloisiuskolleg erbittet Verzeihung von den Betroffenen für das erlittene Unrecht und die Verletzungen, die
diesen in den letzten Jahren und Jahrzehnten von Jesuitenpatres oder Mitarbeitern des Kollegs zugefügt worden sind.
Verzeihung erbittet das Aloisiuskolleg auch dort, wo eine Kultur des Wegsehens und Weghörens um sich gegriffen hat,
Berichte oder Hinweise von Betroffenen nicht zur Kenntnis genommen oder die Möglichkeit von sexualisierter Gewalt
gegen Kinder und Jugendliche gar geleugnet worden sind.
Das Aloisiuskolleg versucht nach Maßgabe seiner Möglichkeiten, die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt
gegen Kinder und Jugendliche voranzutreiben und zu unterstützen und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, die
jetzt und in Zukunft helfen sollen, sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu verhindern. Dazu gehört
ein umfassendes Präventionskonzept, das Ende 2010 der Kollegsöffentlichkeit vorgestellt worden ist. Informationen
zum Präventionskonzept und Stellungnahmen des Aloisiuskollegs finden Sie
hier.
Das Aloisiuskolleg begrüßt, dass die Bundesbeauftragte für Fragen sexuellen Missbrauchs, Frau Dr. Christine
Bergmann, vom Provinzial der deutschen Jesuiten, P. Stefan Dartmann SJ, gebeten worden ist, ihm eine Person zur
Leitung des externen und unabhängigen Teams zu nennen, das die Aufarbeitung der Vorwürfe sexualisierter Gewalt
gegen Kinder und Jugendliche am Aloisiuskolleg vorantreiben soll. Frau Prof. Dr. Julia Zinsmeister, Dozentin an
der FH Köln, hat diese Aufgabe gemeinsam mit der Rechtsanwältin Petra Ladenburger und der Supervisorin und
Kommunikationstrainerin Inge Mitlacher im August 2010 übernommen. Im Februar 2011 wurde der Abschlussbericht
vorgelegt. Den Bericht finden Sie
hier.
Neben anderen Bestandteilen des Präventionskonzeptes ist die Benennung von Ansprechpartnern für Kinder und
Jugendliche, Eltern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von großer Bedeutung. Neben kollegsinternen
Ansprechpartnern (Kollegsseelsorger, Vertrauenslehrer u.a.) existiert als externer, unabhängiger, regionaler
Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Aloisiuskollegs
die Bonner Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt e.V. Als Kontakt steht außerdem auch die Ordensbeauftragte
für Fälle sexuellen Missbrauchs, Frau Ursula Raue, in Berlin zur Verfügung.
Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt e.V.
Wilhelmstraße 27
53111 Bonn
Telefonische Erreichbarkeit: Mo. 11-12 Uhr, Di. – Fr. 10-12 Uhr, Mi. 18-20 Uhr.
Telefon: 0228 635524
Fax: 0228 697805
Email:info@beratung.de
Webseite: www.beratung-bonn.de
Beauftragte des Jesuitenordens bei Verdacht auf Missbrauch
Rechtsanwältin Ursula Raue
Telefon: 030 32766710
Email:Ursula Raue
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