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Wie sieht das konkret aus, Kollegsseelsorge?

 

 

"Kommt und seht!" (Joh 1,39), kann man da eigentlich nur sagen. Oder: "Porta patet, magis cor!" Jeder und jedem gelte ein herzliches Willkommen, einmal vorbeizuschauen und zu erzählen, was einen erfreut oder bewegt beziehungsweise was einen bekümmert oder belastet.

  • Die Hauptaufgabe der Kollegsseelsorge am Aloisiuskolleg besteht denn auch darin, dass jemand da ist und zuhört. Der Kollegsseelsorger steht dabei in erster Linie für Schüler, aber auch für Pädagogen und Eltern, als Ansprechpartner zur Verfügung, bietet einen geschützten Raum an, um sich auszusprechen oder auszuweinen und steht seelsorglich mit Rat und Tat zur Seite.
     
  • Daneben sorgt sich der Kollegsseelsorger um die Organisation und Durchführung der verschiedenen Gottesdienste sowie von Besinnungstagen und Exerzitien. Er begleitet das Sozialpraktikum und die Mentorentätigkeit älterer Schüler und bietet eine Einführung ins Gebet beziehungsweise eine Hinführung zu den Sakramenten an. Er gibt ein paar Stunden Religionsunterricht und ist ferner Teil des Kriseninterventions-Teams am Aloisiuskolleg.
     
  • Wichtig ist, dass der Kollegsseelsorger in die Strukturen des Kollegs eingebunden ist, sich dabei jedoch gleichzeitig seine Unabhängigkeit bewahrt. Deswegen ist er zwar Mitglied der Fachschaft Religion und Teilnehmer an der Erziehersitzung des Internats, nicht aber Teil des Kollegsrats. Er sucht den Kontakt zu den verschiedenen Bereichen des Aloisiuskollegs (Schule, Internat, Externat, AKO-PRO und ProCura) und kooperiert mit ihnen. Nach außen hin besteht eine Vernetzung mit den Schulseelsorgern des Jesuitenordens sowie des Erzbistums.